Zu den normalen Problemen, die jedem Paar begegnen, kommen bei binationalen Ehen/Partnerschaften oft interkulturelle Schwierigkeiten hinzu. Diese fremde Kultur, die anfangs eine unheimliche Anziehungskraft hatte, stellt sich als Hindernis für ein glückliches Miteinander heraus.

Nach der ersten aufregenden Zeit in der neuen Heimat ist das Heimweh nach der eigenen Familie und der eigenen Kultur besonders groß.

Mann bzw. Frau spricht in vieler Hinsicht eine unterschiedliche Sprache. Die jeweilige spezielle Art zu kommunizieren und mit dem Partner umzugehen wird auf einmal zum Problem, man versteht sich im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr. Die einst so bewundernde Andersartigkeit führt nun zu wiederkehrenden Streitereien.

Hat das Paar gemeinsame Kinder, wird das Thema Kindererziehung zum großen interkulturellen Thema: bilinguale Erziehung oder nicht, soll der Sohn getauft werden oder im islamischen Glauben erzogen werden, welche Werte werden vermittelt, welchen Erziehungsstil bevorzugen die Eltern?

Hinzu tauchen mit der Zeit vielleicht Unterschiede in zentralen Themen wie Berufsleben, Familie, Geschlechterrollen, Finanzen, Paarbeziehung und Sexualität auf.

In der interkulturellen Paartherapie identifizieren und analysieren wir diese kulturellen Differenzen. Die Partner lernen mit viel Offenheit und Selbstreflexion sich gegenseitig besser kennenzulernen. Ferner werden nach Lösungen und Kompromissen gesucht, um die Herausforderung einer binationalen Partnerschaft zu bewältigen.  Ein guter Teil meiner Klienten leben in einer deutsch-französischen Partnerschaft oder Ehe.